Rezension

Whitney

Forever Turned Around


Highlights: Before I Know It // Valleys (My Love) // Friend Of Mine // Forever Turned Around
Genre: Folk // Rock // Songwriter
Sounds Like: The Band // Real Estate // Unknown Mortal Orchestra

VÖ: 30.08.2019

2016 war es, und ist damit schon drei Jahre her, dass Whitney aus dem Nichts mit dem Album des Sommers aufwarteten. "Light Upon The Lake" war ein Album voller zeitloser, frischer Songs, die wie aus dem Ärmel eines luftigen T-Shirts geschüttelt klangen. Locker leicht und mitreißend zugleich. Und zum Glück machten Whitney, ein Duo aus Chicago, nicht den Fehler, dem Erfolg gleich das nächste Album nachzuschieben. Sie warteten einfach, bis da wieder Songs angeschüttelt kamen.

"Forever Turned Around" heißt das Ergebnis – das Zweitwerk der Band. Und es fügt sich auch so wunderbar geschüttelt ein, allerdings mit etwas mehr Ruhe. War das Debüt der Soundtrack zu langen Radfahrten im Hochsommer, so ist dies hier der Spätsommer oder frühe Herbst. Die Songs sind zwar locker, setzen sich aber schneller zur Ruhe. Whitney klingen wie auf dem Debüt angenehm zeitlos, simple Elemente ohne viele Effekte, aber knackig aufgenommen und auf den Punkt gespielt. Kleine, gemütliche Songs, die durch große Kleinigkeiten auffallen: Hier ein Twist in der Melodie zum richtigen Zeitpunkt, dort Bläser zur Untermalung an der richtigen Stelle.

Wie das Debüt ist "Forever Turned Around" so ein Album, das sich überhaupt nicht aufdrängt, aber hintenrum über die kleinen Momente gemütlich ins Herz schleicht. So wie der Herbst sich langsam in den Spätsommer schleicht. Whitney machen die Musik dazu, und sie ist vor allem einfach richtig schön und wohltuend, dabei aber nie simpel oder platt. Ein schmaler Grat, auf dem das richtig gute Songwriting der Band spielerisch balanciert und so bereiten Whitney allen, die ihnen dabei zuhören, viel Freude.

Daniel Waldhuber

Sehen


Video zu "Used To Be Lonely" ansehen

Hören


"Giving Up" anhören

Finden


Alles gelesen? Guck doch mal in unserem Textarchiv vorbei, dort gibt es fast 5000 Rezensionen und mehr als 400 Konzertberichte und Interviews.