Festival-Vorbericht

BootBooHook Festival 2008


Ein neues Festival? Ein neues Indoor-Festival? Ein neues Indoor-Festival in Hannover? Ein neues Indoor-Festival in Hannover, das BootBooHook heißt? So ganz dicht können die Leute von unserem Lieblings-Schnuffel-Label Tapete nicht mehr sein, zumindest drängt sich dieser Eindruck laut schreiend nach dem Lesen der ersten Bekanntgaben auf. Klären wir doch mal die Fragen der Reihenfolge nach... Neue Festivals kann es a) eigentlich nie genug geben und b) vor allem nicht, wenn sie ein derart hübsches Line Up aufweisen, angefangen bei Lokalhelden wie den High Queens, Größen, die erst noch welche werden müssen, wie 1000 Robota oder solchen, die schon seit gefühlten hundert Jahren welche sind, wie Superpunk.

Das Wetter im August der letzten Jahre, man erinnere sich nur an das ein oder andere sturmsintflutliche Haldern Pop, hat überdeutlich demonstriert, dass auf alles Verlass ist, nur nicht auf den guten Kumpel Sonnenschein. So ist mehr als verständlich, dass die Macher an dieser Stelle jedwede Risiken bezüglich eines ins Wasser gefallenen Festivals vermeiden wollen, zumal die Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum Faust E.V. sowie dem Spandau Projekt schon bei vergangen Konzertereignissen hervorragend funktioniert hat. Diese Lokalität im Herzen von Hannovers schönstem Stadtteil Linden (ja, Hannover hat schöne Stadtteile!) bietet gleich mehrere Räumlichkeiten. Zum einen die 60er-Jahre-Halle, dann das Mephisto und außerdem eine kleine Kunsthalle, in der während des BootBooHook Werke der Künstler Olaf Heine und Nina Kolle ausgestellt, sowies zwei Filme gezeigt werden. Nicht zuletzt das Dockville Festival in Hamburg hat demonstriert, dass die Kombination Musik und Kunst mehr als hervorragend funktioniert.

Sollte wider Erwarten das Wetter ganz wunderbar sein, dürfen auch der Biergarten des Faust als auch der nahegelegene Park und das idyllische Flüsschen Ihme nicht unerwähnt bleiben. Drinnen tanzen, draußen trinken oder so. Wie es sich denn nun auch für Festivals, die nicht nur Indoor, sondern auch noch in der Großstadt (Hannover ist eine!) stattfinden, gehört, wird vorwiegend zuhause, im Billig-Hotel oder auf der Sperrmüll-Coutch des alten Bekannten übernachtet. Nichtsdestotrotz können diejenigen, die unbedingt zelten möchten, einen der 40 Plätze des Minicampingplatzes beim Gelände in Anspruch nehmen. Neben fast allen Größen des Labels Tapete dürfen außerdem vier Hannoveraner Bands spielen, die sich bei einem vorausgegangenen Bandcontest qualifizieren konnten.

Einmal das Line-Up in voller Länge:
1000 Robota * Anajo * Bernd Begemann * Dial M For Murder * Dutch Uncles * Escape Hawaii * Kolkhorst * Men Among Animals * Niels Frevert * Paperboat * Paul Dimmer Band * Prinzessin Plastik * PopJohnPaul * Rantanplan * Regy Clasen * Reebosound * Superpunk * The Horror The Horror * The High Queens * Veranda Music * Wolke

Karten gibt es für den mehr als fairen Preis von 24€ (zzgl. Gebühren) im VKK und an der Abendkasse für 28€. Tagestickets kosten 16€. Lasst euch den Beginn der Ära Hannovers als popkulturelle Hochburg nicht entgehen... Alle weiteren Infos gibt es auf www.bootboohook.com.

Lisa Krichel

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