Rezension

Year Of The Knife

Internal Incarceration


Highlights: Virtual Narcotic // Eviction // Sick Statistic
Genre: Hardcore
Sounds Like: Jesus Piece // Judiciary // Inclination

VÖ: 07.08.2020

Die perfekte Untermalung für viele Lebenslagen bieten Year Of The Knife auf „Internal Incarceration“. Schlechten Tag gehabt? Oder den ewig nervigen 9-to-5-Job vor den Augen und ein bisschen Wut im Bauch? Oder einfach nur Motivation, die nächsten zehn Kilogramm Gewicht jetzt auch noch auf die Hantel zu packen? Kabinenmusik zum hochpushen? Alles möglich, denn was die Band aus Delaware hier in 33 Minuten abreißt, ist nichts weiter als pure Aggression in Reinform. Stumpf und dennoch anspruchsvolles, übelstes Geballer. Wütend!

Produziert wurde „Internal Incarceration“ von Krach-Experte Kurt Ballou (unter anderem Converge). Gefangene nehmen Year Of The Knife nicht. Von der ersten Sekunde des Openers „This Time“ an bis zu „DDM“ gibt es durchweg auf die zwölf. Pausen? Fehlanzeige. Mehr als nur interessant sind dabei die Nuancen des Geschredders. Bewegen sich viele der Songs um die Zwei-Minuten-Marke herum – die zwei, drei Sekunden Pause dazwischen sind schwer nötig – geht es etwa im Titeltrack, „Sick Stastic“ oder „Eviction“ sogar darüber hinaus. In diesen für Hardcoreverhältnisse ewigen Stücken scheinen die Metalanleihen stärker durch.

„Internal Incarceration“ besticht vor allem durch seine sehr saubere, fast perfekte Produktion. Jedes Killerriff sitzt, Bass und Schlagzeug erzeugen selbst bei keinem Herausragenden Equipment einen unglaublichen Druck. Die fiese Mischung aus Hardcore, Metal und Chaos lässt dieses Full-Length-Debüt zu einem der spannendsten und kompromisslosesten Releases des Jahres werden.

Klaus Porst

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