Rezension

The Prodigy

No Tourists


Highlights: No Tourists // Give Me A Signal
Genre: Techno-Rave-Geballer
Sounds Like: Pendulum // Noisia // The Crystal Method // The Bloody Beetrots

VÖ: 02.11.2018

„Rave Like It’s 1992!“ Auf „No Tourists“, dem neuesten Album von The Prodigy, gehen diese musikalisch ganz weit zurück, bis an ihre Anfänge. Als habe es „The Fat Of The Land“ und alles danach nicht gegeben, ballern sich die mittlerweile um die 50-jährigen Musiker durch diese Platte. Doch taugt das heute noch? Mal abgesehen von der Frage, ob so viel gewollte Jugendlichkeit der Band noch steht: Nein, „No Tourists“ taugt nicht, es sei denn…

Es sei denn, man hat überhaupt kein Problem mit hochgepitchten Stimmen. Ansonsten ist es dieses auf „No Tourists“ im Überfluss verwendete Element, was jeden noch so guten Songansatz (und davon bietet die Platte nicht allzu viele) zunichte macht. Klar, druckvoll aus den Boxen donnern können so einige der Stücke, wie „Resonate“, „Champions Of London“ oder der wirklich coole Titeltrack (samt James-Bond-Sound), aber ansonsten geht „No Tourists“ sämtliches Niveau ab. So einiges vom Material wäre selbst Scooter zu stumpf.

Warum Keith Flint und Co. so gut wie überhaupt nicht stimmlich in ihrer normalen Art in Erscheinung treten, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. So bleibt nur ein Fazit: Ärgerlich. War „The Day Is My Enemy“ wenigstens noch Licht und Schatten, ist „No Tourists“ als „Back-To-The-Roots“-Experiment komplett missglückt.

Klaus Porst

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"We Live Forever"
"Light Up The Sky"

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