Rezension

Stone Temple Pilots

Perdida


Highlights: Fare Thee Well // She's My Queen // Three Wishes
Genre: Grunge // Bluesrock // Alternative-Rock
Sounds Like: Alice In Chains // Chris Cornell // Bush

VÖ: 07.02.2020

Die Stone Temple Pilots sind schon eine sehr besondere, aber auch eine sehr tragische Band. Scott Weiland, mit dem man Hits wie „Plush“ oder „Interstate Love Song“ schreiben konnte, stieg erst aufgrund von Drogenproblemen 2013 aus und starb dann schließlich zwei Jahre später. Chester Bennigton – seines Zeichens Linkin-Park-Sänger und seit Jugendtagen großer Stone-Temple-Pilots-Fan – übernahm von 2013 bis 2015 den Gesangspart. Sein trauriges Ende ist uns leider auch bekannt.

Die kreativen Köpfe der Band waren allerdings immer die Brüder DeLeo und mit ihrem bereits dritten Sänger – namentlich Jeff Gutt – produzieren sie weiter neue Platten. Das nun schon achte Studioalbum „Perdida“ ist das erste rein akustische Album der Stone Temple Pilots. An das legendäre MTV Unplugged, bei dem Scott Weiland seine unvergleiche Stimme aus dem Schauckelstuhl heraus in die Welt schrie, kommt es bei weitem nicht heran. Dennoch schaffen gerade die DeLeo-Brüder mit ihrem versierten Gitarrenspiel mit deutlichem Einfluss von spanischen sowie klassischen Gitarren, für eine durchaus abwechslungsreiche Platte zu sorgen.

Textlich verirrt man sich leider zu oft in Phrasen. Einige Songs wie „She's My Queen“ haben aber durchaus das Potenzial länger im Ohr zu bleiben. Über 20 Jahre Rock-Erfahrung zahlen sich also doch irgendwie aus. So lässt sich sagen, schön dass es die Stone Temple Pilots noch gibt und sie noch Bock auf Musik haben. Auf die nächsten 20 Jahre – mit hoffentlich weniger Schicksalschlägen.

Christian Bensch

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