Rezension

Lowpines

In Saliver Halides


Highlights: Broken Wing // Come On Chaos // Gold Leaf & Amithyst
Genre: Indie-Folk // Singer-Songwriter
Sounds Like: Elliott Smith // Sufjan Stevens // Beach House // Midlake // William Fitzsimmons

VÖ: 23.02.2018 (Import)

Schon mit den ersten Tönen fühlt man sich ganz verzaubert, die Melancholie von Elliott Smith und die Sanftheit von Sufjan Stevens durchströmen mit dieser Musik den Raum – die Rede ist vom Debütalbum von Lowpines, dem Projekt des britischen Musikers Oli Deakin. Nach einigen EPs liegt nun mit „In Silver Halides“ der wohl ambitionierteste Output des Briten vor, ausgefeilt, feinsinnig abgemischt und voller Details präsentieren Lowpines das Ergebnis harter Arbeit für dieses lang angestrebte Album.

Dabei sind die einzelnen Songs von Lowpines in ihrem Aufbau meist durchaus berechenbar. Der spannendste Moment sind meist die ersten Sekunden, in denen sich zeigt, auf welcher Basis sich die neun Songs von „In Silver Halides“ bewegen, wie sich die Klänge und Rhythmen aufeinanderschichten, die jedoch, sobald Deakins Gesang einsetzt, einen dezenten Hintergrund für die Stücke bilden, und man sich dadurch bei Stücken wie „Chambers In the Canopy“ an Midlake und beim wunderbaren „Gold Leaf & Amithyst“ an Beach House erinnert fühlt.

Doch wie steht es bei all den bemerkenswerten Referenzen, die einem bei Lowpines in den Sinn kommen, um die eigene Originalität? Leider bleiben die Songs selbst bei all den atmosphärischen Klängen doch häufig zu brav und austauschbar, auch Oli Deakins Gesang lässt auf Albumlänge ein wenig an Abwechslungsreichtum missen und doch ist „In Silver Halides“ in ruhigen Abendstunden oft genau die Untermalung, nach der ein Abend verlangt. Ein warmes, trauriges Stück Musik voller zarter Melodien, das einen sanft umschmeichelt.

Kilian Braungart

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