Rezension

Jon Hopkins

Late Night Tales


Highlights: School Of Seven Bells – Connjur // Peter Broderick – And It's Alright (Nils Frahm Remix) // Bibio – Down To The Sound
Genre: Ambient
Sounds Like: Jon Hopkins // Four Tet // Nils Frahm // Jonsí & Alex

VÖ: 27.02.2015

Die Reihe „Late Night Tales“ ist dazu gedacht, verschiedensten Musikern eine Plattform für einen Nachtsoundtrack zu geben. Von Franz Ferdinand über Django Django, Air, Belle & Sebastian oder auch Fatboy Slim finden sich illustre Namen in der Runde. Nun also auch Jon Hopkins, dessen Output auch bislang schon in der Lage war, als „Late Night Tale“ zu taugen. Seine Nachtmusik ist – wie zu erwarten war – sehr ambientlastig und enthält unter anderem Stücke von Jonsí & Alex, Nils Frahm, Four Tet und Ben Lukas Boysen.

Den Anfang macht letztgenannter mit einem instrumentalem Klavierstück, welches in Darkstars Dreampopstück „Hold Me Down“ gleitet. Die zwanzig Stücke sind teilweise verkürzt und aufeinander abgemischt, um einen möglichst guten Flow dieses Mixtapes zu erwirken. „Late Night Tales“ eignet sich dabei sowohl als ruhiger Abendstundenmix für die eigene Anlage, als auch zum Runterkommen für großstädtische Bahnfahrten gen eigenem Bett nach einem langen Abend.

Der Grundtenor der Stücke ist zwar gleich, dennoch schafft es Hopkins gut, etwas Abwechslung hinein zu bringen. Schließlich soll man die „Late Night Tales“ genießen können und nicht dabei einschlafen. So findet sich zum Beispiel mit dem Stück „I Am Daylights“ von Songs Of Green Pheasant ein psychedelisches Zwischenspiel vor Jonsí und Alex‘ schlafwandlerischem Flächensound, welchen wenig später Letherette mit „After Dawn“ noch einen letzten Ausflug auf die Tanzfläche gönnen. Danach heißt der Tenor: Ausspannen und zur Ruhe kommen. Mit einer Gute-Nacht-Geschichte von Rick Holland zum Abschluss. Danach kann man dann beruhigt zu Bett gehen.

Klaus Porst

Hören


Jon Hopkins – I Remember (Yeasayer Cover)
Ben Lukas Boysen – Sleepers Beat Theme

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