Rezension

J Mascis

Tied To A Star


Highlights: Every Morning // Heal The Star // Stumble
Genre: Folk-Rock // Indie-Rock
Sounds Like: Bonnie Prince Billy // Simon & Garfunkel // Nick Drake

VÖ: 29.08.2014

Als 2011 das Album „Several Shades Of Why“ von J Mascis veröffentlicht wurde, hatte keiner mit dem gerechnet, was der alte Mann von Dinosaur Jr. da ablieferte. Mit einem niedlichen Cover mit Monstern drauf war das Album so herrlich sanft und schwelgerisch, dass man sich den Gitarrensongs nicht entziehen konnte. Bei seinem neuen Album „Tied To A Star“ orientiert J Mascis sich auch drei Jahre später an ähnlichen Motiven und Ideen.

Denn nicht nur das Cover, das erneut bezaubernd naiv daherkommt, ähnelt dem Vorgänger. Auch die Stücke sind wieder Singer-Songwriter-Stoff in Reinkultur. Neu ist dabei, dass die Stücke durch den gelegentlichen Einsatz von Schlagzeugen dynamischer wirken. Ansonsten singt J Mascis sich durch seine Gitarren-Pop-Arrangements, als hätte er nie etwas Anderes gemacht und schafft es dabei, das richtige Maß an Kitsch in Melodien und Texten zu finden, um die Aufmerksamkeit nicht zu verlieren.

„Tied To A Star“ steht „Several Shades Of Why“ prinzipiell in nichts nach. Lediglich der Überraschungseffekt ist nicht mehr vorhanden. Selbst die Albumlänge ist mit zehn Songs gleich bemessen und die Gesamtspielzeit unterscheidet sich gerade so um knapp eine Minute. Somit ist J Mascis 2014 immer noch gut und jeder, der den Vorgänger mochte, wird auch an diesem Album seine Freude haben. Für das nächste Album dann aber bitte wieder etwas Aha-Effekt.

Arne Lehrke

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