Rezension

Hot Water Music

Light It Up


Highlights: Never Going Back // Rabbit Key // Vultures // Bury Your Idols
Genre: Post-Hardcore // Punk
Sounds Like: The Gaslight Anthem // Jawbreaker // Against Me!

VÖ: 15.09.2017

Würde Gainesville überhaupt auf irgendwelchen Landkarten erscheinen, wenn es den Punkrock nicht gäbe? Wohl kaum eine Stadt wird so unmittelbar mit ihrer Musikszene verbunden wie jene im Herzen Floridas, der unlängst noch dazu attestiert wurde, der beste Ort in Amerika zu sein, um eine Band zu gründen. Hot Water Music gehören zu ihren prominenteren Kindern und halten auch über 20 Jahre nach ihrer Gründung noch ihr Niveau.

So wirkt "Light It Up" teilweise schon wie eine Werkschau: Geradliniger, End-90er-Hardcore ("Vultures", "Light It Up") reiht sich an große Hymnen ("Never Going Back", "Bury Your Idols") und jenen wegweisenden Holzfäller-Punkrock, für den immer noch mindestens jede zweite neugegründete Punkband das Badewasser jedes einzelnen Hot-Water-Music-Mitglieds trinken würde. Selbst die Folktage Chuck Ragans blitzen hin und wieder durch.

Nun ist aber eine Werkschau nicht immer auch gleich automatisch ein Best-Of — so bietet "Light It Up" stets solides Futter für bierselige Männerromantik im Mosh Pit, teilt jedoch ein Schicksal mit vielen Spätwerken großer Punkbands, die an deren wildesten Tage und größten Meisterwerke nie mehr ganz heran kommen können. Ein weiteres kleines Glanzlicht im Portfolio Gainesvilles bleibt es dennoch in jedem Fall.

Jan Martens

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