Rezension

Band Of Horses

Cease To Begin


Highlights: No One's Gonna Love You // Detlef Schrempf // Windows Blues
Genre: Indie-Rock
Sounds Like: My Morning Jacket // Built To Spill // The Shins

VÖ: 12.10.2007

Es ist nicht lange her, da hatte ich als Rezensent schon einmal die Aufgabe, Stellung zu einem Album der fünf Sub-Popper zu nehmen. “Everything All The Time” ist – und dieser Meinung bin ich heute wie damals – die beste CD des Labels seit dem - schon jetzt - Shins-Klassiker “Chutes Too Narrow”. Damals kam diese Erkenntnis zugegebenermaßen mit gut neun Monaten Verspätung. Sowas passiert einer Seite wie Helga-Rockt natürlich nur einmal, falls jemand wegen der Minimalverzögerung der Rezension auf solch abwegige Gedanken gekommen sein sollte.

”I could sleep, when I lived alone, Is there a ghost in my house?” So liest sich der gesamte Text des mit U2-Bombast gewürzten Openers. Ob Frontmann Ben Bridwell sich über den Besuch freuen würde, bleibt sein Geheimnis. “Ode To LRC” und vor allem “No One's Gonna Love You” demonstrieren die Stärken der Band eindrucksvoll. Melodien, zuckersüße Melodien. Die ganze Welt möchte man in die Arme schließen. Musikalische Parallelen zu den zotteligen Kollegen von My Morning Jacket sind nicht nur bei diesen zwei Stücken unüberhörbar. Anders ausgedrückt: Band Of Horses stehen im selben Verhältnis zu My Morning Jacket wie die Editors zu Interpol – dies ist eine Aussage, die man erstmal nachvollziehen muss.

So, der Absatz müsste dafür genügen.

Eine musikalische Neuerfindung ist “Cease To Begin” nicht und das ist auch in Ordnung. Es ist ein gutes zweites Album, das wie so oft nicht an das gefeierte Debüt ranreicht. Sicher gibt es schwächere Lieder, doch die genannten Highlights sollte man mindestens einmal gehört haben. Eine Aussage, die simpler nicht sein könnte.

Paul Weinreich

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