Rezension

A.G. Cook

Apple


Highlights: Oh Yeah // Beautiful Superstar // Airhead // The Darkness
Genre: Bubblegum Bass // PC Music
Sounds Like: 100 Gecs // Hannah Diamond // Danny L. Harle

VÖ: 18.09.2020

Das dürfte Rekord sein: Vor einem guten Monat besprachen wir A.G. Cooks erstes, mehr als zweieinhalb Stunden langes Album „7G“, nun steht schon der Nachfolger „Apple“ in den Regalen. Hier geht Cook konventionellere Wege – 10 Songs, knappe 40 Minuten. War das monumentale „7G“ ein Katalog all der Einflüsse und Richtungen, die Cook einschlagen kann, bietet „Apple“ den passenden Einstieg in sein Werk.

Der Beginn mit „Oh Yeah“ zeigt einige von Cooks bekannten Stärken: Er verbindet poppige, eingängige Akustik-Gitarren-Melodien mit seiner beinahe charakteristisch verzerrten Stimme. Doch schon im folgenden „Xxoplex“ bricht Cook mit möglichen aufkeimenden Erwartungen und zeigt mit den verqueren Trance-Klängen eine weitere Facette seines vielfältigen Outputs. Das zieht sich durch die gesamte Platte: Was auf den ersten Blick unstrukturiert wirken mag, spiegelt das breit gefächerte Repertoire des PC-Music-Plattenchefs wieder. Dazu gehört bekanntermaßen auch Bubblegum Bass à la 100 Gecs, der in „Airhead“ seinen Platz findet. Laute, unkonventionelle und immer wieder abbrechende und eine andere Richtung einschlagende Beats treffen die verzerrten Vocals der Performance-Künstlerin Hayden Dunham, für welche das Lied ursprünglich geschrieben wurde.

Aufgrund der Vielfalt lässt sich „Apple“ schwer zusammenfassen. Während „7G“ eine imposante Platte aus den verschiedensten Genreeinflüssen war, schafft es Cook auf dem direkten Nachfolger, das Ganze auf normaler Albumlänge auf den Punkt zu bringen. Um das jedoch wirklich zu begreifen, muss man sich die Platte einfach anhören. Das ist selbstverständlich zu empfehlen, denn falls einem „Apple“ gefällt, hat man mit „7G“ die noch ein klein wenig faszinierendere und spannendere Platte vor sich.

Lewis Wellbrock

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